Teilgebiete der Onomastik
Wie bereits erwaehnt gehoert die Onomastik zur Wissenschaft der Sprache, jedoch besitzt die Onomastik selbst auch noch viele Teilgebiete. Zu ihnen gehoeren beispielsweise die Etymologie, die Genealogie, die Toponomastik oder Anthroponymie.
Die Etymologie ist die Wissenschaft der Wortherkunft und somit unabdingbar fuer die gesamte Namenforschung. So geht die Etymologie auf Grundbedeutung und historische Entwicklung von Woertern ein, aber auch auf die Verwandtschaft mit Woertern gleichen Ursprungs. Die Sprache entwickelt sich staendig weiter, genau damit beschaeftigt sich die Etymologie, wie sich die Woerter und deren Wortstamm im Laufe der Geschichte veraendern und an Bedeutung verlieren oder dazugewinnen.
Die Genealogie ist die Wissenschaft der Abstammung, sie wird auch als Ahnenforschung und Sippenforschung bezeichnet. Zunaechst muss die Ahnenforschung von der Namenforschung abgegrenzt werden, da sie sich mit der Abstammung von Lebewesen beschaeftigt. Jedoch kommen beide Wissenschaften nur sehr schwer ohne einander aus und ueberschneiden sich in vielen Denkansaetzen immer wieder. Um die Ahnenforschung zu verstehen muss die Familiengeschichte beruecksichtigt werden und diese lebt von der Herkunft und Bedeutung von Familiennamen.
Die Toponomastik wiederum ist die Wissenschaft der Ortsnamen, sie kann sich aber auch mit Gewaessernamen und anderen geografischen Begriffen beschaeftigen, wie zum Beispiel Landschaftsnamen.
Die Anthroponymie hingegen ist die Wissenschaft die sich konkret mit den Vornamen beschaeftigt und wie diese entstanden sind, hiermit wird also die Erforschung menschlicher Eigennamen bezeichnet. Sie grenzt sich von der Etymologie dadurch ab, dass sie die Funktion und geografische Verteilung von Namen erarbeitet und klassifiziert.
